MWC 2012_Fazit: Huawei & ZTE_China bläst zum Angriff

Fachbegriffe wie Dual-Core, Quad-Core, LTE, CDMA, HSPA, IPS-Display, True-HD, Dolby 5.1 – die Liste ließe sich sicherlich noch über mehrere Zeilen fortsetzen und konnte auf zahlreichen Veranstaltungen und auf den Ausstellungsflächen auf der heute in Barcelona zu Ende gehenden Mobilfunkmesse Mobile World Congress immer wieder zur Kenntnis genommen werden. Denn all diese Begriffe gehören zur aktuellen „Must-have“- Ausstattung bei allen großen Handy- / Smartphone-Herstellern. Was uns hier bei der Berichterstattung über den MWC besonders aufgefallen ist, das interessanterweise Smartphones aus China zu den wirklichen Höhepunkten des MWC gehörten. Doch warum ist dies so?

Aus unserer Sicht ist dies auf mehrere Gründe zurückzuführen: Zum einen sind unter den vielen neuen Smartphones (und vergleichsweise wenigen Tablets) nur wenige Geräte dabei gewesen, die uns wirklich länger im Gedächtnis hängen bleiben werden, denn dafür sind diese Smartphones schlicht zu austauschbar. Nur wenige der etablierten Smartphone Hersteller überraschten in den Tagen des MWC. Neben dem in der letzten Zeit doch sehr schwächelnden Nokia, welche nach einigen Jahren Quasi-Abstinenz dank der Lumia Serie einen gelungenen Re-Start hinlegen konnten, und dem vielversprechenden, günstigen HTML5-Smartphone von Mozilla warteten vor allem die chinesischen Hersteller mit Überraschungen auf. Huawei und ZTE haben sehr eindrucksvoll die praktische Umsetzung des „Staatsplans – Eroberung des europäischen Smartphone Markt“ präsentiert. Sowohl Huawei als auch ZTE wollen nicht mehr nur als Netzwerkausrüster und namenlose Produzenten für andere Anbieter (OEM) weltweit Beachtung finden, sondern auch beim Endkunden zu gefragten Smartphone-Marken werden.

Huawei ist dabei auf dem Weg in die westlichen Endkunden-Märkte bereits deutlich weiter als ZTE. Dies wird nicht nur in den beiden Highlights der beiden bislang wichtigsten Messen in diesem Jahr deutlich: Zur 2012 International CES brachte Huawei das Ascend P1S mit, das immer noch dünnste Smartphone der Welt. Hier in Barcelona legte der Hersteller aus China dann nochmals nach und stellte das nach eigenen Aussagen schnellste Smartphone der Welt vor, das Ascend D Quad dem wirklich spürbar beeindruckten Publikum vor.

ZTE ist dagegen noch in typisch chinesischen Strukturen organisiert, was man speziell bei Themen wie Marketing und Präsentation, aber auch der Kommunikation vor Ort am Messestand spürte. Technisch zeigt ZTE hingegen mit dem ZTE Era ein ähnlich ambitioniertes Quad-Core-Smartphone wie Huawei. Dabei setzt man im Vergleich zum chinesischen Mitbewerber jedoch nicht auf eine selbst entwickelte CPU, sondern setzt auf das Know-How des Chip-Spezialisten nVidia. Gleichsam verfügt aber auch ZTE – genauso wie Huawei – über eine sehr starke Position im größten Mobilfunkmarkt der Welt, dem Heimatmarkt China.

Beide Unternehmen beschäftigen dort je etwa 100 000 Menschen in Forschung, Entwicklung und Fertigung und hat mit Sicherheit dank staatlicher Unterstützung den notwendigen langen Atem für die Expansionspläne in Europa. Aufgrund der Erfahrungen im heimischen Markt dürften beide auch im hiesigen Europa wachsende Beachtung finden.

Unser Fazit: Die neuen China Smartphones sind von den Materialien als auch von der Verarbeitung her den etablierten Smartphones absolut ebenbürtig. Hinzu kommt, das die Chinesischen Hersteller ihr Smartphone-Design den europäischen Ansprüchen angepasst haben und dies mit wirklich beeindrucken technischen Features kombinieren. Wenn man sich dann die bis dato bekannte Preisgestaltung sog. China Smartphones anschaut und hier Rückschlüsse auf die zukünftige Smartphone Generation bezieht, so muß man zweifeslohne feststellen: Gelungen und Chapeau…..Alternativen beim Smartphone-Kauf, die man in Erwägung ziehen sollte.

Markus von www.DSLundMobilfunk.de

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